Pfarre St. Rochus wird abgerissen – um ganz neu errichtet zu werden

Ein kleines Tränchen haben wir bei unserem Gesellschaftspastor Klaus Kugler schon gesehen, als der Bagger anrückte und die ersten Mauern der bisherigen Pfarrgebäude von St. Rochus einzureißen. Aber wie sich das in Köln gehört wurde daraus ein nettes event: alle waren eingeladen, der Pfarrgemeinderat, die örtlichen Politiker, die Presse und natürlich die Vertreter der KG Schnüsse Tring, um dabei zu sein, wenn die ersten Ziegel fallen. Und natürlich gab es auch ein lecker Kölsch dazu.

Bereits seit mehreren Jahren plant Klaus Kugler diesen Pfarrei-Neubau. Nun ist es endlich soweit. Die Pläne sind fertig, die Finanzierung steht. Und eine webcam im Glockenturm der Kirche wird alles bildlich festhalten und ins Netz transportieren.

Die ganze KG Schnüsse Tring wünscht unserem Pfarrer Klaus Kugler und der ganzen Pfarrei St. Rochus gutes Gelingen bei diesem großen Vorhaben. Wir begleiten euch dabei uns freuen uns schon jetzt auf den Tag der Einweihung.

KG „Schnüsse Tring“ verabschiedet ihr Kölner Dreigestirn 2013

Die Mitglieder der Schnüsse Tring haben sich auch nach Ende der Session 2013 noch einmal ganz fein gemacht. Sie haben in einer Gala-Veranstaltung im Hotel-im-Wasserturm „ihr“ Kölner Dreigestirn 2013 verabschiedet. Prinz Ralf III, Bauer Dirk und Jungfrau Katharina haben noch einmal ihre Smokings angezogen und die Ovationen ihrer Mitglieder genossen.

Eingestimmt wurden alle mit einem kleinen Film, als die Schnüsse Tring erstmals erfahren hat, „Wir sind Dreigestirn“.

Aber auch das musikalische  Programm war etwas Besonderes: Wicky Junggeburth, der als Prinz Wilfried I. 1993 erstmals ein Lied gesungen hat, das den kölschen Fasteleer erobert hat, führte die Anwesenden auf eine karnevalistische Zeitreise. Wolfgang Baron zu Hildebrandt war extra für diese Feier aus Los Angeles angereist. Er ist ne echte Kölsche Jung und sang tolle Songs mit seiner wunderbaren Stimme. Aber der Höhepunkt war natürlich sein Abschiedslied für ein Kölner Dreigestirn „Kölle säht danke“. Kaum einer konnte seine Tränen zurück halten. Ein besonderer Moment war die Übergabe des original Notenheftes des „Schnüsse-Tring-Liedes“ aus dem Jahr 1859, das Herr Schmitz-DuMont der KG feierlich überreichte. Zum Schluss gab es aber noch echt kölsche Tön von der Kölsch-Fraktion, denn Peter Horn und F.J.Willizill sind seit mehr als 25 Jahren Ehrenmitglied der Schnüsse Tring.

Ein toller Abend zum Abschied unseres Kölner Dreigestirns.  

 

      

Das war´s - Session 2012/2013

Es war eine kurze - aber heftige Session für alle Karnevalsgesellschaften, auch für die alte Kölner Karnevalsgesellschaft "Schnüsse Tring 1901" e.V. Das von der Gesellschaft gestellte Kölner Dreigestirn der Session 2012/2013, Prinz Ralf III (Görres), Bauer Dirk (Königs) und Jungfrau Katharina (Axel Busse) hat seit dem 02. Januar 2013, Einmarsch des designierten Dreigestirns in die Hofburg, Hotel Pullman, bis zum Aschermittwoch, 13. Februar 2013, mehr als 400 Auftritte absolviert. Mit einer Freude und nach und nach Professionalität, die einen mit in ihren Bann zog. Ob es nun Besuche in caritativen Einrichtungen oder in Wirtschaftszentren waren, diese Drei haben immer alles gegeben - und die Freude sah man ihnen dabei an. Sie sind authentisch geblieben - und das macht sie so sympatisch. Sie haben die alte Kölner KG "Schnüsse Tring 1901" e.V. würde- und liebevoll vertreten. Der Präsident der KG "Schnüsse Tring", Achim Kaschny, kann zu Recht stolz auf seine Mannschaft sein. Ihr Song ist mittlerweile ein Ohrwurm - er wird überall temperamentvoll und mitreißend gesungen bzw. geschmettert. Jeder der ihn hört, stimmt mit ein. Da der Erlös der CD "Karneval em Bloot" einem guten Zweck zugutekommt, hoffen sie auf einen guten Verkauf.

Aber nicht nur die "Drei" waren in "Freude bereiten" unterwegs. Die Jugendtanzgruppe sowie die Tanzgruppe der "Kammerkätzchen und Kammerdiener", die Herzstücke der Schnüsse Tring, haben durch ihre Tänze viel Freude in die Säle in und um Köln herum gebracht. Auch sie hatten sehr viele Auftritte, die natürlich auch kräftezehrend sind. Man merkt diesen Tanzgruppen ihren Einsatz und ihre Freude an, professionell ihre akrobatischen und schmissigen Tänze darzubieten, ohne dass man all die Mühen und Trainingsstunden sieht. Ebenfalls sieht man nicht die blauen Flecke, die hin und wieder vorkommen.

Auf diesem Weg herzlichen Dank an alle Beteiligten - es war auch für uns eine schöne Session.

Wer sie diese Session verpasst hat - tja, wer zu spät kommt..... Aber, es kommt die nächste Session 2013/2014 gewiss -Motto: Zokunf - mer spingkse watt kütt- und dann heißt es: nix wie hin zu den Sitzungen (Miljöh- und Prunksitzung) der alten Kölner Karnevalsgesellschaft "Schnüsse Tring 1901" e.V. Dort sehen sie auch die "Kammerkätzchen und Kammerdiener" nicht in alter - nein immer wieder in neuer Form - aber die Tradition gewahrend.

 


 

 

 

 

 

Miljöhsitzung im Theater am Tanzbrunnen

Sonntag, 03. Februar 2013, 16.30 Uhr im Theater am Tanzbrunnen. Man hört es schon draußen im Zelt in der Garderobe: das Gemurmel aus dem Saal. Noch leise, aber es wird mit der Zeit immer lauter und der Saal füllt sich ganz ganz langsam. Man kennt und er-kennt sich trotz Kostümierung, freut sich, dass man sich wiedertrifft und entsprechend laut geht die Begrüßung vonstatten. Herrlich. Auch das muss man erleben, das bietet kein Radio oder Fernsehen auf der Welt. Live ist eben Live - und damit fängt eine Karnevalssitzung an.

Dann - in dem ganzen Tumult und Gewusele, weil jeder seinen Tisch und Platz sucht - kommt eine Stimme übers Mikrofon: Begrüßen Sie mit uns das Reiterkoprs Jan von Werth 1925 e.V.! Das heißt für das bunt kostümierte Publikum: Aufstehen - Klatschmarsch! Der menschliche Lindwurm will und will beim Einmarsch gar keine Ende nehmen - doch was ist das?! Dort gehen ein paar Mitglieder des Reiterkorps Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. -allerdings mit den Federhüten der Jan von Werths und einige Mitglieder des Reiterkorps Jan von Werth mit den Kappen der treuen Husaren. Na, das fängt ja gut an. Sieht man doch auch hier: Freundschaften quer durch die einzelnen Gesellschaften, die sogar miteinander auf den Sitzungen auftreten. Bravo kann man da nur rufen! Die Bühne ist fast zu klein für all die Menschen, sie ist voll, voller geht fast gar nicht. Unser Damen-Elferrat mit den schönsten Frauen Kölns und unserem statse Kääl von einem Präsidenten, Achim Kaschny, folgen dem Reiterkoprs. Die Darbietungen des Reiterkorps - einschließlich des Tanpaares, das aber leider seine letzte Session "durchtanzt" sind schön anzuchaun. Selbstverständlich auch dabei: Jan und Griet 2013. Wünschen wir ihnen viel Erfolg für Donnerstag, den 7. Februar 2013. Da werden sie an der Severinstorburg das Spielchen von Jan, dem späteren kühnen Reitergeneral, und Griet, der Magd vom Kümpchenshof, verkörpern..... und ja, bei der Tanzpaar-Wahl der Kölnischen Rundschau wählten Sie ihr Tanzpaar der Session, das Tanzpaar von Jan von Werth holt Rundschau-Gold! Gratulation dazu.

 

Es geht Schlag auf Schlag weiter mit "Ne kölsche Schutzmann", der die Menschen hier zum Lachen, aber auch zum Überlegen und Nachdenken bringt. Die Klüngelköpp, die den Saal zum Kochen bringen sowie die Tanzgruppe "Hellige Knäächte un Mägde" ziehen einen in den Bann wie anschließend die "Neuen" Willi und Ernst. Man muss sie sehen und hören. Sie stehen nicht umsonst auf den Brettern, die die Welt bedeuten können.

Kurz vor der Pause: Endlich! Die Lieblingsband des Präsidenten - und auch sie heizen das kostümierte Publikum kräftig ein - dass heißt: aufstehen, klatschen, tanzen und selbstverständlich textsicher mitsingen! - Allerdings kann man bei diesen Tönen auch nicht sitzen bleiben!

 

In der Pause erlebt man die "wichtigen" Menschen, die dabei helfen, dass unser Verein weiter bestehen bleiben kann. Es sind die helfenden Engel im Hintergrund. Stellvertretend für viele sind es in diesem Fall Oma und Opa von Christine F.

Christine F. ist Tänzerin bei der Jugendtanzgruppe der Kammerkätzchen und Kammerdiener". Die Jugendtanzgruppe hat in dieser Session schon ca. 50 Auftritte hinter sich gebracht! Wer "die Jugend" (vom Publikum liebevoll auch "die Kleinen" genannt) tanzen gesehen hat weiß, was für Anstrengungen und viele viele Trainingsstunden sie zu dieser Vollkommenheit geführt haben. Sie sind die "Großen" von Morgen. Und damit es so bleibt, hat Christine F. einen eigenen "Chauffeurservice", nämliche Oma und Opa die einspringen, wenn die Eltern aus welchen Gründen auch immer, mal Christine nicht zum Training oder zu ihren Auftritten fahren können. Die "Privatchauffeure" halten sich im Vorraum still im Hintergrund und warten. Sie fahren von zu Hause zu den verschiedenen Auftrittsorten und von dort dann wieder zurück nach Hause. Wie die Großeltern berichten, hat die ganze Famillich von Christine F. diesen Karnevals-Bazillus em Blot! Da kann man nur den Hut vor so viel Idealismus und Engagement ziehen. Es ist schön, dass es euch gibt: Mamas und Papas, Omis und Opis der Schnüsse Tringler sowie alle hier nicht genannten "helfenden Engel", ohne euch geht nix! Herzlichen Dank aus dem Publikum an sie alle.

Gestärkt geht es in die zweite Runde, die mit dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Rothers beginnt. Er hatte auf der Prinzenproklamation die "Schnüsse Tring" als erste Emanze Europas genannt. Das ist doch was und er so was sagt, wird Ehrenmitglied unserer Gesellschaft, mit Urkunde und Nadel. Selbstverständlich auch Gesellschaftsmütze und er hat versprochen, die Dienstags-Ratssitzung am 05.02.2013 mit dieser Mütze zu eröffnen. Wir werden es erfahren.

Dann treten sie endlich auf! Die Tanzgruppe "Kammerkätzchen und Kammerdiener". Ein optischer Augenschmaus - sie fegen mit einer Leichtigkeit und akrobatischen Kunststücken über die Bühne, dabei textsicher singend, dass einem Hören und Sehen vergeht. Diese Hebefiguren, die "Luftwürfe", man kann nicht hinschauen, wie hoch die Mädels in die Luft "geschleudert" werden. Wie muss den Müttern und Vätern zumute sein, wenn sie so etwas sehen?! Aber die starken Jungs der Truppe fangen ihre "Tanzmädels" sicher auf. In der ihnen zustehenden kurzen Pause bringt das Maskottchen der Kammerkätzchen  Erleichterung durch Luft zu wedeln und Abtupfen des Schweißes auf den Gesichter der Jungs (Mädels sind ja lecker geschminkt, da geht das nicht). Schön, dass auch daran gedacht wird und so liebevoll vom Maskottchen (Christine B.) ausgeführt wird. Dann geht´s weiter mit den Tanzdarbietungen. Auch hier wieder: Man muss es live erleben! Es ist der Wahnsinn, was diese Tanztruppe auf die Bühne bringt. Bravo Kammerkätzchen und Kammerdiener.

 

Um das Publikum wieder etwas zur Ruhe und zum Zuhören kommen zu lassen, wird Martin Schopps angesagt. Ursprünglich sollten Ernst und Willi kommen, der "Bauchredner mit seinem Affen", aber einer der beiden ist krank geworden. Martin Schopps hat sich die wertvolle Zeit genommen, uns zu unterhalten -und das mit Effet. Wir müssen schon ordentlich aufpassen, um all seine Pointen mit zu bekommen. Besonders hervorzuheben ist sein "Krätzchenslied" (für Immis: Krätzchensänger ist ein rheinischer Ausdruck für Interpreten volkstümlicher Lieder. Sie schauen dem Volk aufs Maul, appellieren an ihren Verstand und singen sich vor allen Dingen in ihr Herz!) Man merkt Martin Schopps an, dass er schon seit 2001 auf den Bühnen zu Hause und ein Profi ist. Diese Redner sind rar im Kölschen Fasteleer - und wir sind froh, dass wir einen wie Martin Schopps haben.

 

Jetzt wird die Bühne frei für die "Labbese" - Jungs aus Bergisch Gladbach. Oh, oh, oh - wie kommen die denn rein. Sie sehen abgekämpft und erschöpft aus - was mögen sie wohl hinter sich haben. Sind sie auch krankt - wir zurzeit so viele vortragende Künstler. Man macht sich schon Sorgen um sie. Doch kurz auf der Bühne, kleine Informationen ausgetauscht und dann geht aber so was von die Post ab, dass einem Hören und Sehen vergeht. Aufspringen, in die Hände klatschen, tanzen, schunkeln, alles ist elektrisiert. Sie sind nicht zu halten und steigern sich bis zu einem musikalischen Orkan. Klasse ihr Gläbbischen Jungs - und clever das Publikum getäuscht mit dem Aufmarsch!

Es ist schon 21.45 Uhr und dann kommt der Höhepunkt einer jeden Sitzung. Der Präsident mit seinem Damen-Elferrat kommen nach vorne auf die Bühne. Unruhe und Aufregung im Saal - dann endlich kommt die Erlösung in Form von Prinz Ralf III, Bauer Dirk und Jungfrau Katharina - dem Kölner Dreigestirn 2013, gestellt von der KG Schnüsse Tring 1901 e.V.

Man kreischt sich die Seele aus dem Leib. Was für ein Aufmarsch. Sie kommen natürlich nicht alleine, sie haben ihre Equipe mitgebracht. Ohne sie läuft gar nichts bei den Dreien. Sie sind die "helfenden Hände" unseres Dreigestirns, ohne sie ist es unmöglich, das straffe Programm  durchführen zu können. Natürlich singen nein schreien alle den Karnevalssong (der mittlerweile ein Ohrwurm ist) der Dreien  mit "Mir hann dä Karneval em Blot" dazu wirbeln sie über die Bühne und reißen das Publikum so was von mit. Da ist es nicht verwunderlich, dass niemand bei diesem Song sitzen bleibt. Viele Jecke drängen zur Bühne, um Fotos von diesem herrlichen Dreigestirn zu machen -ist doch wohl klar -oder?! Aus ihrer emotionalen Rede erfahren wir u.a. dass sie schon mehr als 310 Auftritte absolviert haben. Man sieht es ihnen nicht an, sie haben eine Kondition - beneidenswert! Leider, leider, ihre Pflicht, in Form des Prinzenführers Rüdiger Schlott, ruft zum Abmarsch. Viele andere Jecken warten schon auf sie. Da heißt es wieder: Aufspringen, klatschen, Küsschen werfen, winken und leider Ausmarsch.

Es bleibt jedoch keine Gelegenheit, den Stuhl zu benutzen denn jetzt kommen sie, die Paveier und auch sie holen das letzte Fünkchen Temperament aus dem Publikum heraus - es wird mal wieder gesungen, getanzt, geklatsch und viel gelacht. Es ist schon anstrengend, Publikum zu sein :-)

Es war eine großartige Sitzung - Danke Herr Präsident und den Helferlein. Was sie wieder alles auf die Beine gestellt haben. Phantastisch.

Wir kommen wieder, und zwar am

09. Februar 2014 - aber dann sehen wir uns im Hotel Pullman - versprochen.